Glossar

 

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AGRARABKOMMEN CH-EU
Das Abkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Schweiz über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Agrarabkommen) vom 21. Juni 1999 ist am 1. Juni 2002 in Kraft getreten. Der gegenseitige Marktzutritt wird verbessert.

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AGRARBIODIVERSITÄT

Mit dem Begriff “Agrobiodiversität” bezeichnet man alle Komponenten der biologischen Vielfalt, die für Ernährung und Landwirtschaft von Bedeutung sind und schließt zusätzlich alle biologische Vielfalt in Agrarlandschaften mit ein – also nicht nur Nutztiere und -pflanzen.
Dazu gehören:

  • die genetischen Ressourcen von Kulturpflanzensorten, Nutztierrassen (einschließlich Fische) sowie nicht domestizierte (wilde) Ressourcen innerhalb von Acker-,
    Wald-, Weide- und aquatischen Ökosystemen
  • Elemente der biologischen Vielfalt, die sogenannte ökologische Dienstleistungen gewährleisten, wie etwa den Kreislauf der Nährstoffe, die Regulierung von Kulturschädlingen und Krankheiten, die Bestäubung, den Erhalt der örtlichen Wildtiere und -pflanzen, den Schutz von Wassereinzugsgebieten, Erosionsschutz, Klimaregulation und die Festlegung von Kohlenstoff.

AGRARFREIHANDEL CH-EU

Ein Freihandelsabkommen Schweiz-EU im Agrar- und Lebensmittelbereich (FHAL) soll die Märkte für Landwirtschaftsprodukte und Lebensmittel gegenseitig öffnen. Das Abkommen würde sowohl tarifäre Handelshemmnisse (wie Zölle und Kontingente) als auch nicht-tarifäre Hürden (wie unterschiedliche Produktvorschriften und Zulassungsbestimmungen) abbauen.
Neben den landwirtschaftlichen Rohstoffen (wie Milch, Schlachtvieh) sollen zudem auch die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Stufen der Produktionskette in den Freihandel einbezogen werden, das heisst ebenso die Produktionsmittel (wie Saatgut, Maschinen) als auch die Produkte der Verarbeitungsindustrie (wie Joghurt).

AGRARÖKOLOGIE

Die Agrarökologie ist ein Teil der Ökologie. Sie befasst sich mit ökologischen Zuständen und Prozessen der Agrarökosysteme. Die treibende Kraft der Agrarökologie ist die politisch-ökonomische Situation der modernen Landwirtschaft, in der ein radikaler Wechsel dringend nötig scheint, um die Nachhaltigkeit zu sichern.

AGRARPOLITIK (Schweizerische)

Die Agrarpolitik regelt die Gestaltung der wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Verhältnisse der Land- und Forstwirtschaft. Die tragenden Säulen der Agrarpolitik sind die Markt-, Sozial- und Strukturpolitik.

AP 2011

Das Kernelement der AP 2011 ist die starke Reduktion der heute zur Preisstützung eingesetzten Mittel und deren Umlagerung in produktunabhängige Direktzahlungen. Die Exportsubventionen werden vollständig abgeschafft und die Mittel zur internen Marktstützung mehr als halbiert.

AP 14 -17, für eine produktive und nachhaltige Landwirtschaft

Mit der Agrarpolitik 2014-2017 will der Bundesrat die landwirtschaftliche Produktion stärken, die Umweltleistungen steigern und die bäuerlichen Einkommen verbessern. Zur finanziellen Unterstützung der Landwirtschaft sieht er für die Periode 2014 bis 2017 in den drei landwirtschaftlichen Zahlungsrahmen insgesamt 13,670 Milliarden Franken vor.

AGROBIOTECHNOLOGIE (auch “Grüne Biotechnologie”)
Agrobiotechnologie beschäftigt sich mit Biotechnologie in der Landwirtschaft (Pflanzen- und Tierproduktion) und Ernährungswissenschaften. Zu den Forschungsgebieten gehören z.b. transgene Getreide oder Tiere.

AGROPOLY

Immer weniger Konzerne liefern die Basis unserer Lebensmittel und beeinflussen dabei massgeblich Preise, Geschäftsbedingungen und sowie teilweise politische Rahmenbedinungen.

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AGROTREIBSTOFFE (ehemals auch Biotreibstoffe)

Agrotreibstoffe sind Treibstoffe, die aus Biomasse aus der Landwirtschaft hergestellt werden. Als Ausgangsstoffe eignen sich zum Beispiel Palmöl, Mais, Soja, Raps, Zuckerrohr oder Weizen. Zu den Agrotreibstoffen gehören Bioethanol aus Biomasse oder Abfällen, Biodiesel aus tierischen oder pflanzlichen Ölen, Biogas aus Biomasse oder Abfällen, Biomethanol aus Biomasse, Dimethylether aus Biomasse, als Kraftstoff bestimmtes Pflanzenöl.

Die Herstellung von Agrotreibstoffen wurde in den letzten Jahren weltweit massiv ausgeweitet, um die fossilen Treibstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) zu ersetzen und damit den CO2-Ausstoss zu senken. Viele Umwelt- und Hilfsorganisationen sehen in dieser Entwicklung eine grosse Gefahr für den Schutz der biologischen Vielfalt und der globalen Ernährungssicherheit. Denn die Pflanzen für die Herstellung von Agrotreibstoffen werden oft in grossflächigen Monokulturen unter hohem Einsatz von Dünger und Pestiziden. Für die Anlage der Felder und Plantagen roden die Produzenten in einigen tropischen Ländern riesige Regenwaldflächen, andernorts werden ehemalige Nahrungsmittelanbauflächen umgewandelt.

BAUER
Bauer oder Landwirt ist ein Beruf der Landwirtschaft, der mit der zielgerichteten Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse auf einer zu deisem Zweck bewirtschafteten Fläche, wirtschaftlich betrachtet mit einem Bereich der Urproduktion befasst ist.

BEDROHTE ARTEN

Die Biodiversität nimmt ab. In den letzten 50 Jahren hat der Mensch starken Einfluss auf die Umwelt genommen. Dies ist auch Hauptgrund dafür, warum immer mehr Arten aussterben. Täglich sterben, je nach Schätzung, zwischen 70 und 200 größtenteils unerforschte Pflanzen- und Tierarten aus. Das UNEP geht davon aus, dass gegenwärtig mindestens tausendmal mehr Arten pro Jahr sterben, als es ohne den Einfluss des Menschen der Fall wäre – andere Quellen, wie die globale Umweltorganisation IUCN, gehen sogar von einer tausend- bis zehntausendfach höheren Rate aus.

Die Hauptgründe für das Artensterben bestehen fort oder haben sich sogar verschärft: schrumpfende Lebensräume, rücksichtslose Ausbeutung von Ökosystemen und Nahrungsbeständen, die Einführung von fremden Pflanzen.

BETRIEBSGRÖSSEN

Die Betriebsgrösse variiert je nach Boden (Topografie) und Spezialität des Betriebs (Ackerland, Milchwirtschaft, …). Ohne weiteren Zusammenhang ist die Betriebsgrösse deshalb nichtssagend. Für mehr Details im In- und Ausland:

BIODIVERSITÄT

Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens.
Die Vielfalt des Lebens lässt sich auf drei Ebenen beschreiben:
• Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Wasser, Wald, Alpiner Raum)
• Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen)
• Vielfalt der Gene (Rassen oder Sorten von wildlebenden und genutzten Arten)
Als vierte Ebene versteht man unter funktionaler Biodiversität die Vielfalt der Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen den anderen drei Ebenen.

BIOLABELS

Die übersichtlichste Aufstellung der fast zahllosen in der Schweiz benutzen Labels, geordnet nach Produkten, haben wir bei labelinfo.ch gefunden:

BIOLANDBAU

Die Begriffe ökologische Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft bezeichnen die Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die auf der Grundlage möglichst naturschonender Produktionsmethoden unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes geschehen soll.

BIOMASSE

Biomasse bezeichnet jegliches organisches Material, das von lebenden oder abgestorbenen Organismen stammt. Abfallbiomasse wie Gartenabfälle, Gülle oder Mist eignet sich hervorragend als Rohstoff für Agrotreibstoffe wie Biogas oder Biomethanol. Biomasse kann auch speziell für die Energiegewinnung angebaut werden, zum Beispiel Mais für Biogas, Getreide oder Zuckerrüben für Bioethanol oder Raps und Sonnenblumen für Biodiesel. Aus ökologischen Gründen und aus Gründen der Ernährungssicherheit ist das aber wenig sinnvoll.

BIONIK

Die Bionik, auch Biomimetik genannt, ist eine interdisziplinäre Wissenschaftsdisziplin, in der die Forscher versuchen, Fertigkeiten von Tieren und Pflanzen auf die Technik zu übertragen. Dabei arbeiten Naturwissenschaftler mit Ingenieuren, Architekten und Designern zusammen. Das Wort Bionik stammt vom englischen Begriff «bionics» und setzt sich aus den Wörtern Biologie und Technik zusammen.

BIOPESTIZIDE

Hierzu gehören mikrobielle Biopestizide, Nutzinsekten und biochemische Pestizide:  Mikrobielle Biopestizide sind umwelt- und verbraucherfreundliche Pflanzenschutzpräparate (Pestizide) auf Basis (natürlicher) mikrobieller Extrakte, die die Kulturpflanzen dazu befähigen sich unter Ausnutzung pflanzeneigener Abwehrmechanismen gegen mikrobielle Schaderreger zu wehren. Nutzinsekten sind z.B. die Marienkäfer, die ihrerseits Schädlinge vertilgen. Zu den biochemischen Pestiziden gehören nebst dem Einsatz von Fallen und Lockmitteln auch u.a. auch Kupfersulfat (Giftklasse 3), obwohl sich Kupfer als giftiges Schwermetall nicht abgebaut und im Boden abgelagert wird, oder das Bt-Toxin vom Bodenbakterium des Bacillus thuringiensis, das dem Bt-Mais den Namen gegeben hat. (Quelle)

Da die Entwicklung von Biopestiziden sehr viel weniger aufwändig sei als die neuer synthetischer Pestizide, interessieren sich auch die grossen Agrokonzerne für “alternative” Pflanzenschutzmittel: erfreulicherweise geht der Trend in Richtung inhärent sicherer „Bio-Pestizide“, deren Herstellung und Anwendung ohne Gentechnik auskommen.

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BIOPIRATERIE

Biopiraterie bezeichnet die private Aneignung von Leben – Pflanzen oder Tieren und ihren Bestandteilen oder Genen – und dem Wissen um seine Nutzung mit Hilfe sogenannter geistiger Eigentumsrechte (englisch: Intellectual Property Rights, IPR).

BISPHENOL A

Bisphenol A wurde 1936 als Substanz mit schwacher östrogener Wirkung identifiziert. Heute dient BPA vor allem als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe, als Antioxidans in Weichmachern und zum Verhindern der Polymerisation in Polyvinylchlorid (PVC).  Verschiedenste Studien und Statistiken, die  einen möglichen Zusammenhang zwischen BPA und Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen, Fruchtbarkeitsproblemen und Fettleibigkeit zeigen steht die grosse wirtschaftliche Bedeutung des Materials gegenüber.

 

BODEN

CASSIS DE DIJON

Der Likör aus schwarzen Johannisbeeren mit AOC hat seinen Namen im Freihandel dem «Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung» (Mutual Recognition) in Bezug auf Produkteanerkennung geliehen: Seit Juni 2010 können Produkte, die in der EU bzw. im EWR rechtmässig in Verkehr sind, grundsätzlich auch in der Schweiz ohne vorgängige Kontrollen frei zirkulieren. Ausnahmen sind nur zum Schutz überwiegender öffentlicher Interessen möglich. Im Unterschied zu den übrigen Produkten bedürfen Lebensmittel dafür vor dem erstmaligen Inverkehrbringen einer Bewilligung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Schweizerischen Herstellern ist es natürlich auch möglich, für den schweizerischen Markt bestimmte Produkte nach den Bestimmungen der EU oder von EU/EWR-Mitgliedstaaten herzustellen.

CO2

CO2 ist die chemische Formel für Kohlenstoffdioxid, oft auch Kohlendioxid genannt. Es handelt sich um ein farb- und geruchloses Gas, das in der Luft in einer Konzentration von etwa 0,04 Prozent vorkommt. Es entsteht unter anderem bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen (Holz- und pflanzliche Produkte, Öl, Kohle, Erdgas et cetera) wie auch bei der Atmung. Pflanzen und manche Einzeller sind umgekehrt in der Lage, CO2 aufzunehmen und in Biomasse umzuwandeln (Photosynthese).

Weil Kohlenstoffdioxid einen Teil der Wärmestrahlung der Sonne absorbieren kann, gehört es neben Wasserdampf, Methan, Ozon und anderen Gasen zu den sogenannten Treibhausgasen. Ohne Treibhausgase läge die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche bei lebensfeindlichen -18 Grad statt bei 15 Grad, was den enormen Einfluss dieser Gase auf die Temperatur verdeutlicht.

Obwohl der CO2-Anteil in der Atmosphäre nie konstant war und seit jeher schwankte, überschritt er seit mindestens 650’000 Jahren nie den Wert von 0,028 Prozent. Diese Grenze wurde erst mit Beginn der Industrialisierung erreicht; danach stieg der CO2-Gehalt der Luft stetig weiter an. 2006 lag er bei 0,0381 Prozent, jährlich kommen 0,0002 Prozent hinzu. So gering diese Zahlen erscheinen mögen: Die Klimaveränderung ist statistisch signifikant und von der Wissenschaft allgemein anerkannt. Ebenso ist anerkannt, dass die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen die Hauptursache sind.

Die zunehmende CO2-Konzentration in der Atmosphäre führt auch dazu, dass in den Ozeanen mehr CO2 gebunden wird und diese somit «versauern»: Dadurch sind zum Beispiel Planktonorganismen und Korallenriffe und damit ganze Nahrungsketten gefährdet.

Bei den Treibhausgas-Emissionen der Schweiz entfallen über 80 Prozent auf CO2. Der Schweizer Pro-Kopf-Ausstoss liegt bei sechs Tonnen CO2 pro Jahr. Dieser Wert ist 1,5-mal höher als der globale Durchschnitt.

Internationale “Rangliste” >>>

DEMETER

biologisch-dynamische Landwirtschaft.

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DIREKTZAHLUNGEN

Die Direktzahlungen sind ein zentrales Element der Agrarpolitik. Sie ermöglichen eine Trennung der Preis- und Einkommenspolitik und gelten die von der Gesellschaft geforderten Leistungen ab. Unterschieden wird zwischen allgemeinen und ökologischen Direktzahlungen.

 Aktuelle Direktzahlungen gemäss BLW >>>
Direktzahlungen in Europa – Rechtsgrundlage >>>

 

EHEC

Das neueste Beispiel in der Reihe geheimnisvoll auftauchender Lebensmittelverunreinigungen. Hypothesen über seine Herkunft reichten von Gemüse (spiegel.de) bis zur Biowaffenabwehrforschung (neues Deutschland)

ERNÄHRUNGSÖKOLOGIE

Gemäss Koerber, Männle, Leitzmann ist die Ernährungsökologie ein interdisziplinäres Wissenschaftsgebiet, das die komplexen Beziehungen innerhalb des gesamten Ernährungssystems untersucht und bewertet. Dieses beinhaltet alle Teilbereiche von der landwirtschaftlichen Erzeugung der Lebensmittel über Verarbeitung, Verpackung, Transport und Handel bis zu Verzehr und Abfallentsorgung. Über die in der Ernährungswissenschaft übliche Dimension Individuum bzw. Gesundheit hinaus werden die Dimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gleichwertig einbezogen.

Ziel der Ernährungsökologie ist, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die vernetzten gesundheitlichen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen und Auswirkungen des Umgangs mit Lebensmitteln zu gewinnen. Dieses ermöglicht die Entwicklung von realisierbaren, nachhaltigen bzw. zukunftsorientierten Ernährungskonzepten und bietet die Basis für ein bewusstes Essverhalten

ERNÄHRUNGSPOLITIK

Das BAG hat Ernährungspolitik definiert als  “ein Regierungsmandat zu einem Aktionsprogramm, das gesundheitliche Aspekte bei der Lebensmittelversorgung und Ernährungsaspekte im Gesundheitssektor berücksichtigt”.  Sie reicht von der Ernährungssicherung bis zum gesundheitsfördernden Lebensstil.

Die allgemeinen Grundlagen zur Entwicklung einer Ernährungspolicy sind im Rahmen der WHO an verschiedenen internationalen Konferenzen gelegt worden, und zwar weltweit wie auch spezifischer für europäische Länder.

ERNÄHRUNGSSICHERHEIT

Über 9’000’000’000 Menschen werden 2050 auf der Welt sein. Jedes Jahr kommt einmal die Bevölkerung Deutschlands (80 Mio) dazu. Mit dem Einkommen steigt in den Schwellenländern auch der Konsum tierischer Produkte. Damit steigt der Bedarf an Produktionsfläche überproportional…

Ernährungssicherheit ist ein globales, wachsendes Problem, für dessen Lösung der internationale Handel eine grosse Rolle spielt, aber die grösste Herausforderung ist die Nachhaltigkeit in der Produktion und der Verarbeitung. Um diese zu meistern ist die Ablösung der Nahrung von den fossilen endlichen und damit knappen Stoffen nötig.

ERNÄHRUNGSSOUVERÄNITÄT
Nahrungsselbstversorgung = (politische) Unabhängigkeit. in der Schweiz wird der Begriff häufig mit landwirtschaftlicher Selbstversorgung gleichgestellt. Der Schweizerische Bauernverband definiert „…Ernährungssouveränität heisst zu bestimmen, woher Nahrungsmittel kommen und wer sie unter welchen Bedingungen produziert“.

Die Organisation La Via Campesina hat den Begriff geprägt (auch der Welt-Agrarbericht nimmt dazu Stellung).  Nach diesem Leitmodell gehören auch Landreformen, die Achtung der Rechte der Bauern und Landarbeiter sowie das Menschenrecht auf Nahrung, die Ablehnung des Einsatzes von Gentechnik in der Landwirtschaft, den Schutz von Kleinbauern vor billigen Importen (Dumping) und soziale Gerechtigkeit dazu.

FREIHANDELSABKOMMEN (bilateral)

Die Schweiz verfügt – neben der EFTA-Konvention und dem Freihandelsabkommen mit der EU – gegenwärtig über ein Netz von 25 Freihandelsabkommen mit 34 Partnern ausserhalb der Europäischen Union (EU). Die Abkommen werden normalerweise im Rahmen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) abgeschlossen.

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Seit Herbst 2008 verhandeln die Schweiz und die Europäische Union über ein Abkommen in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, Produktsicherheit und öffentliche Gesundheit. Die Verhandlungsleitung für die Landwirtschaft liegt beim BLW.

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FRUCHTFOLGEFLÄCHEN

Die Fruchtfolgeflächen (FFF) sind Teil der für die Landwirtschaft geeigneten Gebiete; sie umfassen ackerfähiges Kulturland, vorab Ackerland und die Kunstwiesen in Rotation sowie ackerfähige Naturwiesen.

Sie sind mit Blick auf die klimatischen Verhältnisse, die Beschaffenheit des Bodens und die Geländeform zu bestimmen; die Bedürfnisse des ökologischen Ausgleichs sind zu berücksichtigen (Art. 26 Abs. 1 und 2 RPV). FFF sind der agronomisch besonders wertvolle Teil des für die landwirtschaftliche Nutzung geeigneten Kulturlandes der Schweiz.

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FUNCTIONAL FOOD (Funktionelle Lebensmittel)

Funktionelle Lebensmittel sind Nahrungsmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen angereichert sind und mit positivem Effekt auf die Gesundheit beworben werden. Besondere Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen sind jedoch wissenschaftlich meist nicht hinreichend gesichert.

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GAP, GEMEINSAME AGRAR POLITIK

Die Gemeinsame Agrar Politik wurde bereits 1958 von der EWG beschlossen. Heute befassen sich 1000 Mitarbeiter in 13 Direktionen der “GD Landwirtschaft und ländliche Entwicklung” mit allen Aspekten der Gemeinsamen Agrarpolitik – d.h. von der Marktorganisation über ländliche Entwicklungspolitik, Qualitätspolitik, Finanzangelegenheiten, Analysen und Bewertung bis hin zu Agrarfragen im internationalen Bereich.

… siehe wikipedia für mehr über die GAP >>>

Eine Reform von 2003 und Beschlüsse im Rahmen eines “Gesundheitschecks” 2008 legten die Grundlage für die gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2013. Gegenwärtig (2011) ist die “Die GAP bis 2020: Nahrungsmittel, natürliche Ressourcen und ländliche Gebiete – die künftigen Herausforderungen” in Vorbereitung (die institutionelle Debatte ist eröffnet und ebnet den Weg für die für 2011 vorgesehenen Rechtsvorschläge der Kommission) .

GELDWERT (KAUFKRAFT DES GELDES)

Der Geldwert entspricht der für eine bestimmte Geldeinheit eintauschbare Gütermenge. Man unterscheidet die Kaufkraft in den Binnenwert, welcher über das Preisniveau einer Volkswirtschaft definiert wird, und den Aussenwert des Geldes, welcher die Kaufkraft einer über den Wechselkurs umgerechneten Währungseinheit im Ausland bezeichnet.

…mehr auf www.bfs.admin.ch >>>

GLYPHOSAT ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate. Es ist eine biologisch wirksame Hauptkomponente von Breitbandherbiziden und wird seit über 30 Jahren weltweit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt.

…mehr zu Glyphosat auf Wikipedia >>>
und Hintergrundinformatoin auf Ithaka-journal.net >>>

GMO = GVO, GENETISCH VERÄNDERTER ORGANISMUS

Im Unterschied zu natürlichen Züchtungen und Kreuzungen werden für die GMOProduktion in Labors den Pflanzen (z.B. Raps, Soya, Baumwolle, Zuckerrüben, Weizen, Mais, Alfalfa) die Wunschcharakteren (bessere Resistenz, weniger Wasserverbrauch, mehr Ertrag, usw) eingeimpft und die Gene künstlich geändert. Was mittel- und längerfristig die Folgen der genmodifizierten Pflanzen im freien Feld auf den Boden und andere Kulturen, Fauna und Flora, aber auch für die Gesundheit der Konsumenten sein wird kann nur gemutmasst werden. In der Schweiz ist bis 2013 ein Moratorium in Kraft, das die Aussaat von GMOs verbietet. Monsanto hat in den USA mit der Platzierung ehemaliger Mitarbeiter im FDA gute Erfahrung gemacht.

GRÜNE REVOLUTION – GRÜNE WÜSTE

Dank der Umstellung der Landwirtschaft auf modernere Produktionsmethoden ab den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts gelang es, um die Ernährung der stark wachsenden Bevölkerung vieler Entwicklungsländern sicherzustellen. Es erfolgte vor allem eine Umstellung auf Hochleistungssaatgut und Monokulturen, Einsatz mineralischer Düngemittel, Pflanzenschutzmittel und Bewässerung.

Während die Erträge enorm gesteigert wurden zeigten sich auch die negativen Folgen dieser Produktionsweise in einem drastischen Rückgang der Sortenvielfalt, etwa bei den angebauten Getreidearten, einer erhöhten Anfälligkeit für Schädlingsbefall in den Monokulturen und einer Zerstörung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch die künstliche Düngung. Ausserdem gerieten die Bauern in eine fatale Abhängigkeit von den grossen Agrar- und Chemiekonzernen, von denen sie das Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel beziehen mussten. Für viele kleine Bauern wurden diese Anbaumethoden auch zu teuer.

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Was vor 50 Jahren hauptsächlich in Asien so erfolgreich war will die Alliance for a Green Revolution in Africa jetzt dort wiederholen. …mehr >>>

KULTURLAND

Als «Kulturland» werden Flächen bezeichnet, die der Mensch zu landwirtschaftlichen Anbauzwecken nutzt. Darunter fallen gemäss Kategorisierung der Arealstatistik (Bundesamt für Statistik, BFS) beispielsweise das Wies- und Ackerland, Weiden, Obstplantagen, Rebberge, Gartenbau sowie die alpwirtschaftlichen Nutzflächen.

KULTURLANDSCHAFT

Kulturlandschaft bezeichnet die durch den Menschen geprägte Landschaft. Wichtige Faktoren („Wirkfaktoren“) für die Entstehung und Entwicklung der Kulturlandschaft sind sowohl Beschaffenheit (Standortbedingungen) des Naturraums, die ursprüngliche Fauna und Flora, die menschlichen Einflüsse, als auch die daraus resultierenden Wechselwirkungen.

KULTURLANDVERBRAUCH (KULTURLANDVERLUST)

Seit Jahrzehnten geht in der Schweiz laufend gutes Kulturland verloren. Jede Sekunde verschwindet rund ein Quadratmeter Landwirtschaftsfläche. Im Mittelland ist die Hauptursache dafür das massive Siedlungswachstum. In Bergregionen hingegen führt der Rückgang der Bewirtschaftung zu einer zunehmenden Verbuschung und Verwaldung.

LAND GRABBING – Landnahme

Mittels Käufen oder Pachtverträgen sichern sich Staaten, global tätige Unternehmen und private Investoren aus Industrie- und Schwellenländern grosse Agrarflächen vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika.

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… siehe unser Artikel zu diesem Thema >>>

LANDSCHAFTSPFLEGE

Die Landschaft wird durch Wiesen und Weiden, Gewässer, Wald, Gebirge, Siedlungen und Infrastrukturanlagen geprägt und erfüllt verschiedene Funktionen: Sie ist Naturraum, Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere sowie Kultur-, Wirtschafts- und Erholungsraum. Die Pflege der Kulturlandschaft gehört zu den Aufgaben der Landwirtschaft (BundesgesetzArt. 104).

Landschaften wandeln sich aufgrund natürlicher Prozesse und menschlicher Einflüsse, wie sie etwa Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Siedlungstätigkeit, Mobilität, Freizeit- und Erholungsbeschäftigungen darstellen. Dadurch können landschaftliche Qualitäten verloren gehen oder auch neue entstehen.

LANDWIRTSCHAFT

LAND- UND ERNÄHRUNGSWIRTSCHAFT 2025  (STRATEGIE 25)

Im Jahr 2025 soll die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft mit einer ökonomisch erfolgreichen, ökologisch optimalen und sozial verantwortungsbewussten Nahrungsmittelproduktion die Bedürfnisse der Konsumenten und die Erwartungen der Bevölkerung erfüllen. Weil die kommenden Herausforderungen nur mit einer Ausweitung des Geltungsbereichs der Agrarpolitik zu meistern sind, schlägt das Bundesamt für Landwirtschaf in einem Diskussionspapier eine Strategie auf zwei Säulen vor: zum einen wird die bisherige Agrarpolitik optimiert – zum Beispiel mit einem neuen Direktzahlungssystem -, zum andern wird sie in Richtung einer integralen Politik für Landwirtschaft und Ernährung erweitert.

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LANDWIRTSCHFATSGESETZE

Wir verweisen auf das Bundesgesetz  >>>

LANDWIRTSCHFATSZONE

Landwirtschaftszonen dienen der langfristigen Sicherung der Ernährungsbasis des Landes, der Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums oder dem ökologischen Ausgleich und sollen entsprechend ihren verschiedenen Funktionen von Überbauungen weitgehend freigehalten werden.

LEBENSMITTELGESETZ

 Wir verweisen auf die Lebensmittelgesetz- und Gebrauchsgegenständeverordnung (LGV) im Bundesgesetz >>>

LEBENSMITTELINDUSTRIE

Die Lebensmittelindustrie bzw. Ernährungsindustrie ist ein der Landwirtschaft nachgelagerter Wirtschaftszweig, in dem ein wesentlicher Teil der erzeugten Agrarprodukte für die menschliche Ernährung verarbeitet wird.

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LEBENSMITTELKETTE

Die Lebensmittelkette umfasst den Weg von der Rohstoffproduktion in der Landwirtschaft über die Verarbeitung und den Handel bis hin zur Mahlzeit auf dem Teller der Konsumenten.

… EDI:  die Lebensmittelkette in der Schweiz >>>

LEBENSMITTELSICHERHEIT

Betriebe, die mit Lebensmitteln zu tun haben stehen unter Kon-trolle der kantonalen Labors, die die Lebensmittel analysieren und ihre Umgebung (Umgang, Hygiene) kontrollieren. Importiere Lebensmittel werden an der Grenze kontrolliert.

LEBENSMITTELZUSATZSTOFFE

Die Liste der in der EU zugelassenen Lebensmittelzusatzstoffe finden Sie auf wikipedia:

LOBBYISMUS

Lobbyismus ist eine aus dem Englischen übernommene Bezeichnung (Lobbying) für eine Form der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft. Mittels Lobbyismus versuchen Interessengruppen (Lobbys), die Exekutive und die Legislative zu beeinflussen (vor allem durch persönliche Kontakte); außerdem versuchen sie, die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit zu beeinflussen (vor allem mittels der Massenmedien).

…mehr auf wikipedia >>>

MONOKULTUREN

Monokulturen sind, wirtschaftlich gesehen, rentabler als Mischkulturen: Riesige Felder mit nur einer Pflanzensorte lassen sich rationeller bearbeiten, man braucht weniger Maschinen usw. Die Anlage von Monokulturen bedeutet
jedoch einen radikalen Eingriff des Menschen in das Gleichgewicht der Natur: Monokulturen sind biologisch arm (keine Artenvielfalt), sie entziehen dem Boden einseitig Nährstoffe und laugen ihn aus (es muss also mehr Kunstdünger eingesetzt werden), sie sind anfälliger für Schädlinge und Krankheiten (Folge: verstärkter Einsatz von Pestiziden).

…siehe auch wikipedia >>>

MONSANTO

Monsanto ist ein börsennotierter Konzern mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Gegründet 1901 als Chemikalienhersteller. Anfangs produzierte Monsanto hauptsächlich das Süssungsmittel Saccharin und den anregenden Stoff Koffein. 1940 wurde der landwirtschaftliche Bereich aufgebaut und Monsanto entwickelte sich zum Spezialisten für Agrarchemie und gentechnisch verändertes Saatgut. So entwickelte Monsanto Kulturpflanzen mit Resistenzen gegen das konzerneigene Herbizid „Roundup Ready“. Seit den 1940er Jahren produzierte Monsanto unter anderem polychlorierte Biphenyle (PCB), 1994 1994 kam das erste biotechnologisch erzeugte Produkt auf den Markt unter dem Markennamen „Posilac“, es handelte sich um Recombinant Bovine Somatotropin (rBST), ein Wachstumshormon zur Steigerung der Milchleistung von Rindern.

Während des Vietnamkriegs, war Monsanto ein wichtiger Lieferant des mit Dioxinen kontaminierten Herbizids „Agent Orange“, das zur Entlaubung von Wäldern und Nutzpflanzen eingesetzt wurde und in der Folge zu erheblichen irreversiblen gesundheitlichen Schädigungen bei der Bevölkerung in den ehemaligen Einsatzgebeiten führte.

Seit 1999 kaufte Monsanto weltweit für mehr als 13 Milliarden US-Dollars Saatgutfirmen auf. Monsanto ist derzeit weltweit der grösste Saatgutanbieter und mit 90 Prozent Marktanteil auch der grösste Anbieter von Gentechsaatgut. In den USA und in Europa erwarb Monsanto seit 1980 bedeutende Patente (siehe Patente) auf gentechnische Methoden.

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NACHHALTIGKEIT

Eine Form des Wirtschaftens, die den Bedürfnissen der heutigen und örtlichen Bevölkerung entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen oder anderswertiger Bevölkerungen zu gefährden, ihre eigen Bedürfnisse zu befriedigen.

Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines Ökosystems in einer Weise, dass dieses in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann.

NANO FOOD

Als Nano-Food werden populärwissenschaftlich alle künstlich erzeugten oder veränderten Nahrungsmittel bezeichnet, denen mittels Nanotechnologie über Nanopartikel bestimmte Eigenschaften zugewiesen werden.

NANOTECHNOLOGIE

Die Nanotechnologie befasst sich mit Strukturen, die kleiner als 100 Nanometer sind. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter. Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, weil sie neue Möglichkeiten für die gezielte Verwendung kleinster Strukturen bietet. In einigen Bereichen gibt es bereits praktische Anwendungen, beisieplsweise bei der Veredelung von Oberflächen. Doch in Zukunft dürften viele weitere Möglichkeiten hinzukommen, so auch in der Medizin. (aus http://www.ta-swiss.ch/?uid=54#links)

Nanotechnologie ist ein Sammelbegriff für eine weite Palette von Technologien, die sich mit Strukturen und Prozessen auf der Nanometerskala befassen. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9 m) und bezeichnet einen Grenzbereich, in dem mehr und mehr quantenphysikalische Effekte eine wichtige Rolle spielen.

Bei der Ernährung stehen derzeit nanotechnologisch hergestellte Verpackungen sowie Farb- und Zusatzstoffe im Vordergrund. Künftig dürfte Nanotechnologie auch im Bereich des »Functional Food« eine Rolle spielen, wo sie die Verfügbarkeit bioaktiver Substanzen erhöht. In Kosmetika werden Nanopartikel bereits eingesetzt, z.B. für Sonnenschutzmittel mit verbesserten Eigenschaften.

Die Aufnahme ultrafeiner Partikel in Zellen kann Reaktionen des Immunsystems auslösen. In vielen Anwendungsbereichen der Nanotechnologie treten Nanotubes auf, die als lungengängige Fasern möglicherweise ähnliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen könnten wie Asbestfasern. Nanopartikel können Zellmembranen verhältnismäßig leicht durchdringen und damit neben dem erwünschten auch zu einem unerwünschten Transport von Wirkstoffen über biologische Barrieren führen.

NANOKAPSELN

abc

NOVEL FOOD

Unter Novel Food oder «neuartigen Lebensmitteln» versteht man Nahrungsmittel und Zutaten, die in der EU vor dem Inkrafttreten der Novel-Food-Verordnung (NFVO) im Mai 1997 nicht im Handel waren.

 Früher fielen auch Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) unter die NFVO. Seit April 2004 gilt für sie eine eigene Verordnung, welche die besonderen Umstände der Herstellung von Nahrungsmitteln mit Gentechnik berücksichtigt. Novel Food sind also seitdem nur noch Lebensmittel, die entweder selbst neuartig oder durch innovative technische Verfahren neuartig sind. Ein Beispiel für Novel Food sind Phytoste-rine, die u.a. Margarinen zugefügt werden.

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ÖKOLOGIE

Der Begriff Ökologie bezeichnet zweierlei:
Umgangssprachlich wird der Begriff als Synonym für Umweltschutz verwendet;
er ist aber auch ein Teilgebiet der Biologie, das die Wechselbeziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt erforscht.

ÖKOLOGIscher Leistungsnachweis

Der Bezug von Direktzahlungen ist an spezifisch ökologische Auflagen gebunden, die unter den Begriff “Ökologischer Leistungsnachweis” fallen.

ORDER 81

Ein Überbleibsel der Amerikanischen Invasion in Irak ist Order 81. Die Amerikanische “seed of democracy” …

PATENTE

Patente sind von der zuständigen Behörde erteilte Schutztitel für Erfindungen. Es verschafft seinem Inhaber für 20 Jahre das ausschliessliche Recht, die Erfindung gewerbemässig zu nutzen. Dementsprechend ist der Inhaber des Patens berechtigt, anderen die Benutzung der Erfindung zu untersagen.

 Bei Biopatenten in der Agrarindustrie ist manchmal die Biopiraterie nicht weit.

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RAUMPLANUNG

Raumplanung wird definiert als ein gezieltes Eingreifen auf die räumliche Entwicklung der Gesellschaft, der Wirtschaft und der natürlichen, gebauten und sozialen Umwelt in einem bestimmten Gebiet.

Als Überbegriff umfasst die Raumplanung alle räumlichen Planungen des Staates und zwar auf allen Ebenen (Bund, Kanton, Gemeinde) und in allen raumrelevanten Sachgebieten, wie beispielsweise im Verkehr, in der Umwelt, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft usw.

Die Raumplanung nimmt eine Koordinationsfunktion wahr, indem sie die räumlichen Problemfelder wahrnimmt und diese im Raum abzustimmen versucht. Sie soll den Lebensraum im Gesamtzusammenhang und die Entscheidungs- und Handlungsspielräume kommender Generationen berücksichtigen.

SIKKATION

Die chemische Sikkation (übersetzt: Austrocknung) gehört heute für professionelle Betriebe zu den Standardmaßnahmen, bei der durch den Einsatz des Krautabtötungsmittels eine sichere Terminierung des Ernteablaufes möglich ist.

… Gebrauchsanweisung von Syngenta >>>… mehr zum Totpritzen der Ernten im Ithaka-Journal >>

SORTENSCHUTZ

Pflanzenzüchtungen werden durch das Sortenschutzrecht geschützt. Der Sortenschutz ist mit dem Patenrecht vergleichbar, er schützt das geistige Eigentum an Pflanzenzüchtungen.

Konsumenten lehnen Patente auf Lebensmittel grundsätzlich ab. Wie eine repräsentative Umfrage (EvB und Swissaid) zeigt, sind zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung gegen die Patentierbarkeit von Nutzpflanzen.

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STRATEGIE 25

Siehe Land- und Ernährungswirtschaft 2025 >>>

STRUKTURWANDEL IN DER LANDWIRTSCHAFT

Seit mehreren Jahrzehnten nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. Das sogenannte „Bauernsterben“ wird im Fachjargon Strukturwandel genannt.

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TAFTA und TTIP

Mangels namhafter Zölle, die durch ein Transatlantischen Freihandelsabkommen abgebaut werden könnten änderte der Fokus von TAFTA (Trans-Atlantic Free Trade Agreement) auf TTIP, die Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership). Die TTIP soll eine tiefgreifende wirtschaftliche Harmonisierung von Industriestandards und Lebensmittelgesetzen bringen. Und vieles mehr….

TAFTA und TTIPP in wikipedia >>>
Artikel in Le Monde Diplomatique >>>
Themenbeitrag in ARD >>>

TREIBHAUSGASE

Über 20’000 mal wirkungsvoller als CO2 sind die (nicht natürlich auftretenden, für industrielle Zwecke entwickelten) Fluorierte Treibhausgase wie Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Perfluorkohlenstoffe (PFC). Chlorfluorkohlenstoffe (CFK) sind nicht nur fluorierte Treibhausgase, sie schädigen auch die Ozonschicht. Gemäß dem Montrealer Protokoll aus dem Jahre 1987 über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, müssen sie nach und nach abgeschafft werden.

Treibhausgase verstehen >>>

URBANISIERUNG

Der Begriff Urbanisierung, häufig mit Verstädterung gleichgesetzt, bezeichnet einen komplexen, mehrdimensionalen Prozess des gesellschaftlichen Wandels und ist in den west- und mitteleuropäischen Ländern eng mit der Industrialisierung und Modernisierung verbunden.

VERTICAL FARMING

Was tun, wenn unsere Äcker nicht mehr ausreichen, um die Metropolen der Welt zu ernähren? Urbane Äcker anlegen, schlägt der ameri­kanische Wissenschaftler Dickson ­Despommier vor. Der an der Columbia University New York lehrende Mikrobiologe will «vertikale Farmen» entwickeln: wolkenkratzerförmige Bauernhöfe, in denen Gemüse in Hydro­kulturen gedeiht und wo Hühner und Fische gezüchtet werden. Eine 30-stöckige Farm soll bis zu 50’000 Menschen mit Gemüse, Obst, Eiern und Fleisch versorgen können. Die Energie dieses futuristischen Megahofs würden Windtur­binen, Solarzellen und Ge­zeitenkraftwerke erzeugen. Realisiert wird die erste ver­tikale Farm höchstwahrscheinlich in China: Dickson Despommier arbeitet derzeit mit chinesischen Forschern an einem Demonst­rations­objekt ausserhalb Pekings. ­Allerdings monieren Kritiker, dass die Mehrkosten für ­Beleuchtung und operative ­Arbeiten den positiven Effekt der Nähe von Produktion und Konsum wieder zunichtemachen.

WELTAGRARBERICHT

Der Weltagrarbericht (auch: Weltlandwirtschaftsbericht) mit dem Titel „Agriculture at a Crossroads“ (Landwirtschaft am Scheideweg) wurde 2008 vom Weltagrarrat (International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development, Abk. IAASTD) veröffentlicht. Der Bericht fordert insbesondere eine Ausdehnung der ökologischen Landwirtschaft und Förderung von Kleinbauern.

ZUSATZSTOFFE

Gemäss wikipedia sind Lebensmittelzusatzstoffe Verbindungen, die Lebensmitteln zur Erzielung chemischer, physikalischer oder auch physiologischer Effekte zugegeben werden, um Struktur, Geschmack, Farbe, chemische und mikrobiologische Haltbarkeit verarbeiteter Lebensmittel, also ihren Gebrauchs- und Nährwert zu regulieren bzw. zu stabilisieren sowie die störungsfreie Produktion der Lebensmittel sicherzustellen. Es können sowohl synthetische Stoffe sein, teils sind es auch natürliche Stoffe, die als Wirkstoff zugesetzt werden.

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